Mein Traum vom großen Hund.

Und wie er sich erfüllte.

Puck als Welpe so wie ich ihn bekam.

Hallo aus Uruguay,

als ich noch ein kleiner Bub war, hatte meine im letzten Jahr mit 105 Jahren verstorben Oma 3 recht große Hunde. 2 Dalmatiner und einen Schäferhund, später als diese Drei in die ewigen Jagdgründe eingegangen waren hielt sie sich einen Afghanen. Ich liebte diese Hunde und es wurde immer ein großer Traum von mir einen großen Hund zu besitzen.

Doch bis zum großen Hund dauerte es sehr viele Jahre.

Erst kamen ein paar kleine an die Reihe. So wurde mein erster Hund ein pechschwarzer Cockerspaniel den mein alter Herr mit mir zusammen beim Züchter abholte. Sinniger Weise nannte ich ihn Blacky.

Blacky und ich wir waren ein Herz und eine Seele. Erfolgte mir aufs Wort ging mit mir ohne Leine spazieren und war, wenn ich zu Hause weilte, immer an meiner Seite. Dazu war ich der Einzige der diesem verfressenen, ja Cocker Spaniels sind eben so, etwas aus dem Mund holen durfte.

Na als Teenager wandelten sich dann meine Interessen, der Beruf kam und ich fing an für Blacky keine Zeit mehr zu haben. Der Job war wichtiger und wenn man Abends ausging konnte man schlecht den Hund mitnehmen. Somit blieb die Last, erst Recht nachdem sich meine Mutter hat scheiden lassen, an meinem Vater hängen. Er aber war als Alkoholiker völlig damit überfordert. Als ich dann auch noch in eine Wohnung auszog in der ich keinen Hund halten durfte, was auch zeitlich schon mal nicht möglich war, nahm meine Mutter Blacky auf. Doch auch sie musste arbeiten. Ergo musste der Hund weg. Sie gab ihn dann in gute Hände.

So ähnlich war auch Blacky.

Schon alleine daran sieht man, dass man es sich wirklich dreimal überlegen soll ob man sich einen Hund anschafft oder nicht.

Lange Jahre hatte ich nichts mit Hunden am Hut. Keine Zeit, keinen Platz usw. all das machte es mir unmöglich einen Hund zu halten.

Bis zum Jahr 2002, da brachte ich mir aus Thailand eine schöne junge Frau mit welche ich dann, damit sie bleiben durfte, auch ehelichte. Um ihr eine Aufgabe zu geben entschlossen wir uns einen Hund zu kaufen.

Es wurde ein Yorkshire Terrier der fortan auf den überaus seltenen asiatischen Vornamen Kim getauft wurde. Wer aber Thais einmal kennen lernt und sieht wie sich diese um ihre, in Thailand reichlich vorhandenen Hunde kümmern, der wird wissen, das die Hauptaufgabe in der Versorgung von Kimmi an mir lag. Kim wurde also mein ständiger Begleiter. Dieses Mal hatte ich Platz und Zeit für einen Hund. Ich war selbständig und als Mietwagenfahrer mit meinem eigene Wagen unterwegs. Kimmi hatte sein Körbchen zwischen den Vordersitzen. Ich hatte einen Van, da war Platz genug. Somit hatte ich Kimmi immer dabei. Manchem Fahrgast passte es nicht, der durfte dann es nächste Mal mit jemand anderem fahren. Die Meisten meiner Stammkunden allerdings haben Kimmi geliebt, denn er war wirklich ein zauberhaftes Kerlchen. Lediglich meine Kollegen waren davon nicht so begeistert und ich musste mir schon das Eine oder Andere böse Wort anhören. Wer mich aber kennt, der weiß, dass mir das am selbigen vorbei ging und ich eh machte was ich wollte. Mal ehrlich, was kann so ein kleiner Hund schon groß anrichten? Nichts!

Yorkshire Terrier Kim
Yorkshire Terrier Kim

Doch dann kam 2009 meine Auswanderung nach Uruguay.

Was macht man dann mit so einem kleinen Kerl?

Mir persönlich war klar, dass ich in eine unbestimmte Zukunft aufbreche in der ich wirklich nicht wusste was mich erwartete. Wo ich letztendlich leben würde und vor allem wie. Nein das konnte ich dem Tier nicht antun. Also suchte ich und fand ich gute Hände welche ihn aufnahmen.
Glaubt mir leicht war das nicht gerade. Aber besser für Kimmi.

Fast genau 1 Jahr später also 2010 ca. 3 Monate nachdem ich in meine Hütte zog, in der ich heute noch lebe. Das Grundstück welches dazu gehört ist recht groß, größer als mir eigentlich lieb ist, aber wer weiß wofür es gut war und zukünftig noch ist. Nach diesen 3 Monaten in meiner neuen Hütte erhielt ich von meiner damaligen Einwanderungshelferin einen Anruf mit der Frage: „Peter, du hast Du jetzt Platz und lebt ganz alleine, möchtest Du einen kleinen Hund dessen Rasse undefinierbar ist?

Leute das war wieder ein Moment wo meine Gedanken zur Realität wurden. In der Tat wünschte ich mir einen Gefährten und war bereit einem Straßenhund ein zu Hause zu geben. Nun ihr wisst ja, wenn man etwas will und sucht, dann kommt es garantiert nicht sofort. Aber da war sie die Gelegenheit bei der ich gleich und ohne zu überlegen ja sagte. Somit brachten sie mir einen undefinierbaren Welpen vorbei den sie wohl alleine auf eine Müllhalde fanden.

Ich nannte ihn Puck. Puck ist die Stubenfliege aus Biene Maya und er ist mir ja so quasi zugeflogen. Also passte das. Puck lebt heute immer noch. Er sieht zwar aus wie ein Schäferhund und hat auch die charakterlichen Eigenschaften dieser Rasse, leider ist er in de Größe weit unter der eines Schäferhundes geblieben. Dennoch ist er ein fabelhafter Hund geworden.

Dies ging dann bis 2017.

Da lernte ich meine jetzige Partnerin und hoffentlich bald zukünftige Frau kennen. Sie hatte als wir uns kennen lernten 7 (sieben) Bobtails um sich herum welche mich wunderbarer Weise mehr oder weniger sofort adoptierten und als Rudelführer akzeptierten.

Wer sich einmal mit Bobtails beschäftigt wird sehen, dass diese wirklich zu den großen Hunden zählen. Zumindest sind einige so groß, dass man sie ohne sich bücken zu müssen streicheln kann.

Bandenfoto, eine lebhafte Gesellschaft.

Das war sie, die Größe welche ich mir immer erträumt hatte. Nun hatte ich nicht nur Einen, nein ich hatte Sieben. Als wir dann in meiner Hütte zusammenzogen, war auch klar warum der Grundstück größer als normal ist.

Nun mittlerweile sind aus den sieben 10 geworden, denn wir züchten diese liebevollen Geschöpfe. Wer mehr über unsere Bobtails wissen möchte, findet auf dem extra für diese eingerichteten Bobtail Blog weitere Informationen.

Heute kann ich sagen, das es vom Wunsch her bis zur Erfüllung fast 60 Jahre gedauert hat bis sich dieser erfüllte.

Dies ist für mich der Beweis, das man nur die nötige Geduld aufbringen und lernen muss zu warten bis sich der Wunsch erfüllt. Nicht immer ist es der richtige Moment. Wenn wir aber dem Universum vertrauen, das weiß dann schon wann die Zeit, für die Erfüllung eines Wunsches, gekommen ist.

Mancher wird nun sagen oder denken, wenn man Geld hat kann man sich doch alles kaufen und sich somit jeden Wunsch erfüllen.

Stimmt, ob es aber dann von Dauer ist, das steht in den Sternen. Gerade bei Tieren sollte man wirklich abwägen und genau überlegen ob der Zeitpunkt der Richtige ist. Ist er es nicht, wird immer das Tier der Leidtragende sein.

Wir aber wollen doch, dass unsere Tiere glücklich sind oder?

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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