Mein Immunsystem!

Das wurde in der Jugend gestärkt.

Hallo aus Uruguay,

was haben wir als Meenzer Kinner nit alles gemacht!

Wir haben buchstäblich den Dreck gefressen.

Wir sind in baufälligen Ruinen aus dem Krieg herum gekraxelt, nichts war sicher vor uns. „Betreten der Baustelle verboten“ war für uns erst Recht der Anreiz dazu sich dort einmal gründlichst umzusehen. Somit sind wir in alte Keller eingedrungen um dort zu erkunden was es da noch zu sehen gibt.

Wir haben die Spielplätze unsicher gemacht und wenn wir mal Sand in den Mund bekamen dann war das auch nicht weiter schlimm. Von den Sträuchern haben wir die Blätter gegessen um zu wissen ob die schmecken oder nicht. Wir sind durchnässt im Regen spielen gewesen ohne uns gleich einen Schnupfen zu holen. In den Bachläufen, haben wir nach Kaulquappen gesucht, diese eingefangen und mit nach Hause genommen. Dass wir dabei nass wurden, wen hat es interessiert? Knie aufgeschürft, na und, Spuke drauf und weiter gemacht.

Wie viel Wasser habe ich wohl aus diesem Brunnen beim spielen geschluckt?

Die Brunnen in der Stadt waren unsere Spielplätze, besonders wenn es warm war und wie oft hat man das Wasser aus dem Brunnen selbst getrunken ohne sich dabei gleich den Magen zu verderben. Ebenso im Schwimmbad, Wasser schlucken gehörte einfach mit dazu.

Ein Bonbon flog in den Dreck, na und, er wurde wieder sauber gemacht und weiter gelutscht.

So verlief unsere Kindheit, niemand hat es gekümmert und wir wurden niemals krank. Doch halt ja da war doch noch was.

Krank natürlich, es gab Krankheiten die mussten wir einfach bekommen.

  • Masern
  • Mumps
  • Windpocken
  • Röteln
  • Keuchhusten
  • und vieles mehr

Ohne diese Krankheiten waren wir einfach nicht komplett. Wenn einer von uns davon etwas bekam hatte es auch meiste der Andere und wir haben Alles überlebt.

Und genau darum haben wir heute noch ein sehr gut funktionierendes Immunsystem.

Gestärkt wurde es als erstes von der Mutter als sie uns die Brust gab und so lange wie möglich mit Muttermilch satt machte.

Später dann haben wir wie oben beschrieben schon selbst dafür gesorgt.

Die Maaraue unser liebstes Schwimmbad im Sommer und auch da haben wir Wasser geschluckt.

Impfungen gab es auch für uns, aber die waren im Gegensatz zu heute, ganz wenige. Eine Schluckimpfung gegen Kinderlähmung und später als halbwegs Erwachsener eine Impfung gegen Pocken wo wir in den Arm geritzt wurden. Oh ja die Tetanus hätte ich ja fast vergessen.

An mehr Impfungen kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern.

Und heute, im Alter von 64 Jahren, da kümmert mich eigentlich nichts. Ich habe keine Angst vor einer Grippe, ich kenne keine Allergien und um Ärzte mache ich weitgehend einen weiten Bogen drumherum.

Krank sein gibt es nicht.

Ok ab und an läuft auch mir mal die Nase davon. 3 Tage und gut ist es. Jo und die Knochen und Glieder sind etwas empfindlicher geworden. Na ja wenns weh tut, ists ein Zeichen dafür, dass noch alles da ist. Das geht auch wieder von alleine weg, eben so wie es gekommen ist. Da muss ich nicht wegen jedem WehWehchen zu einem Weiß -oder Blaukittel laufen.

Die Ärzte welche ich heute benötige sind allenfalls ein Zahn oder Augenarzt.

Hoffen wir es bleibt so.

Und damit es so bleibt, halte ich mich eben von Ärzten und Apotheken so weit wie es auch nur geht fern. Denn die leben von meiner Krankheit und werden alles daran setzen dass sie mich in der Schwebe halten, also als Kunden nicht verlieren.

Oder hat wirklich schon mal einer es erlebt, dass er gesünder vom Arzt heim kam als er hin ging? Ich meine jetzt keine Erkältung oder sonstigen Pipifax.

Mein Fazit:

Auch heute noch bin ich sehr stolz auf meine Immunsystem. Diesem vertrauen ich in jeder Beziehung, denn es ist Meines. Und da darf Niemand kommen und sagen ich benötige jetzt diese oder jene Impfung. Oder ich muss einen Stofffetzen vor der Fresse tragen usw.

Nene ich kann das ganz alleine für mich selbst entscheiden und brauche dazu keine ReGIERung oder sonst wen welcher mir vorschreibt was ich zu tun und zu lassen habe.

Oder ist da wer anderer Meinung?

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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