Mein größter Umweg.

Tunnel Probleme am Mont-Blanc

Hallo aus Uruguay,

und wieder ging es für mich nach Italien. Mont Blanc war angesagt, Ziel Mailand. Im Grunde sind es nur ca. 900 Kilometer wenn alles glatt läuft.

Majestetischer Mont Blanc

Und nein es lief damals nicht glatt.

Bis zum Mont-Blanc gab es keinerlei Probleme, aber dort gibt es eine Tunnelpolizei welche jeden LKW kontrolliert.
Zu Viel ist schon im Tunnel passiert.

Bei eben diese Polizei arbeitete eine Monsieur Kaufmann aus dem Elsaß, dieser sprach perfekt Deutsch und kannte die Firma Mainsped wohl sehr genau. Er ließ mich die Seiten des Planen LKWs aufmachen um die Ladung zu kontrollieren.
Und was soll ich sagen, er wurde fündig.

Tunnel Katastrophe im Mont Blanc

Mein Chef hat unter der Ladung ein Palette mit Eimern eines Kleberverdünners verstecken lassen, dessen Flammpunkt unter 50 Grad war.

Also eine kennzeichnungspflichtige Ladung mit der eine Fahrt durch den Tunnel nicht erlaubt war.

Dies gab natürlich eine Anzeige und die Aufforderung wieder zurück zu fahren und einen anderen Weg zu nehmen.

Diese Wege über die Alpen für LKW sind natürlich gezählt. In Frankreich gibt es zwei. Der Tunnel Mont-Blanc und der Tunnel am Mont Cenis welcher von der Polizei dahingehend verständigt wurde, dass ich eventuell dort erscheine, was ich natürlich nicht machte.

So blieben mir nur 2 Möglichkeiten.

Die Erste wäre zurück nach Deutschland und dann über Österreich und den Brenner zu fahren und die Zweite war weiter Richtung Süden nach Marseille, um dann an Cannes, Nizza und Monaco vorbei nach Ventimiglia zufahren wo sich die Französisch Italienische Grenze befindet. Weiter ging es dann über Genua nach Mailand.

Mein Chef wollte nicht, dass ich über den Brenner fahre, also ab in den Süden. Es war eh Winter und dort herrschte Frühling.

Fahrverlauf des riesen Umwegs.

Die Namen der Städte klingen jedem in den Ohren.

Monaco. Rein konnte ich nicht, aber oberhalb, an der Autobahn, gibt es einen Parkplatz von dem man das ganze Fürstentum sehr gut sehen kann. Dort habe ich natürlich angehalten um mir dieses anzuschauen.
Einfach traumhaft kann ich nur sagen.

Mein Blick auf Monaco von der Autobahn.

Dann ging es die Cote Azur weiter bis zur Grenze über die ich ohne Probleme gekommen bin. Küstenautobahn bis nach Genua, ein sehr schlimme und gefährliche Strecke mit sehr vielen Tunneln und Brücken. Dort gibt es dann einen Abzweig der nach Mailand führt.

Genua an der Cote Azur.

Das ich dann natürlich mit einer gewaltigen Verspätung in Mailand ankam kann sich jeder denken. Ich wurde in Mailand abgeladen und durfte dann in die Nähe von Florenz fahren wo ich in einer Glasmanufaktur wieder Produkte für Deutschland geladen habe mit denen ich dann die Rückreise antrat.
Dieses Mal aber wieder über den Monte Bianco.

Warum mein Chef solche Spielchen spielte und Gefahrgut, ohne uns Fahrer etwas darüber zu sagen, unter der Ladung verstecken lies habe ich niemals herausgefunden. Auf alle Fälle war die Firma wohl diesbezüglich schon einschlägig bekannt wie ich am Verhalten der Tunnelpolizei erkennen konnte.

Dass ich aus diesen Gründen nicht mehr sehr lange bei dieser Firma blieb, dürfte wohl nur allzu verständlich sein.
So etwas macht man nicht.

Es wurde also Zeit sich nach etwas anderem umzusehen, was ich dann auch tat.

In Offenbach wurde ich dann fündig, ein Autotransporter suchte einen Fahrer. Ich bewarb mich und wurde direkt genommen.

Modell eines Autotransporters aus dieser Zeit.

Ich hätte auch noch die Chance gehabt bei einer anderen Firma ebenfalls einen Autotransporter zu fahren, ich endschied mich aber für den in Offenbach.

Leider war mein Gastspiel dort nur sehr kurz.

Warum? Das erzähle ich im nächsten Artikel!

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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