Italien mit Hindernissen.

Große Probleme in der Schweiz.

Hallo aus Uruguay,

nachdem ich dann mit Christine wieder aus Spanien zurück kam, ließ die nächste Fahrt nicht lange auf sich warten.

Es ging nach Italien.

Was ich geladen hatte, weiß ich nicht mehr, es war aber keine schwere Ladung denn ich konnte und sollte durch die Schweiz nach Mailand fahren. Also lag mein Gesamtgewicht unter 28 Tonnen.

Die Schweiz war natürlich ein Fehler den ich nicht vorhersehen konnte.

Die Fahrt allerdings fing schon mal mit einer großen Enttäuschung für mich an. Christine wollte nicht mit. Ok das habe ich akzeptieren müssen. Sie hatte einen Schlüssel zu meiner Hütte und ich vertraute ihr.

Grenzübergang in die Schweiz.

Zum ersten Mal in die Schweiz.

Die Eidgenossen, sind schon ein spezielles Völkchen. Über die Grenze fuhr ich in Basel um dann die Autobahn Richtung Richtung Zürich und dann Luzern zu nehmen. Ziel war der Gotthard Tunnel, eine 16 km lange Verbindung durch die Alpen.

Kurz vor dem Abzweig nach Luzern kam ein Hinweisschild, dass der Gotthard Tunnel gesperrt sein und es eine Umleitung über Zürich und Chur gab.

Nun ja als Unerfahrener denkt man sich ja dabei nichts. Es war Winter, es hatte nicht zu wenig geschneit, die Schweiz ist ein Schneeland, da wundert einen sicherlich nichts.

Also fuhr ich die Umleitung.

Dies war schon mal ein Fehler. Wie ich in Chur dann feststellen durfte, war die Strecke über den San Berhardino Pass für Gliederzüge wie meiner einer war, grundsätzlich gesperrt. Ausnahmen wurden nicht gestattet. Es blieb mir nicht anderes übrig als eben umzudrehen und wieder Richtung Gotthard zu fahren. Dies geschah in Tusis wo ich an einer Tankstelle meine Informationen erhielt und auch telefonieren konnte.

Schnee ist, wenn man vor lauter Wänden die Landschaft nicht mehr sieht.

Somit fuhr ich den halben weg wieder zurück über die Autobahn 3 bis nach Freienbach wo ich die Abfahrt nach Schwyz nahm um dort über die National Strasse nach Luzern zu kommen wo ich dann wieder die Autobahn zum Gotthard erreichen konnte.

Dieser Weg führt mich auch an der Wilhelm Tell Stadt Küssnacht vorbei. Dort erlebte ich dann etwas was ich seitdem nie mehr wieder erleben durfte. Schneewände, 2-4 Meter hoch begrenzten die Strasse und ich mit meinem Brummi mitten durch.

Wilhelm Tells Heimat.

Es ging soweit alles gut. Ich erreichte Luzern und die Autobahn zum Gotthard.

Die Auffahrt zum Gotthard Tunnel.

Ich fuhr also hinauf zum Tunnel wo ich an der Einfahrt von der Schweizer Polizei angehalten wurde. LKW Kontrolle. Ich hatte durch den Umweg natürlich meine Lenkzeit überschritten, was auch in der Schweiz ein Vergehen ist. Dieses Vergehen wurde mit 220,– Schweizer Fränklie direkt geahndet. Trotzdem durfte ich bis nach Chiasso, dem Schweiz/Italienischen Grenzübergang weiter fahren. Ein Zeichen dafür, das es also nur ums Geld ging.

Chiasso Grenze Schweiz Italien.

Ok die Grenze passierte ich ohne nennenswerte Probleme und ich erreichte dann Mailand wo ich ausladen durfte. Irgendwo bekam ich auch noch eine Rücklandung mit der ich ohne nennenswerte Vorkommnisse wohlbehalten wieder in Deutschland ankam.

Als ich dann zu Hause eintraf fand ich eine Zettel Nachricht vor, dass Christine mit einem Kollegen auf Fahrt gegangen ist. Den Schlüssel hatte sie im Briefkasten deponiert.

Natürlich war meine Enttäuschung groß!

Trost fand ich dann in den Armen einer Kollegin von ihr welche in der gleichen Bar Renate schon länger ein Auge auf mich geworfen hatte. Na ja bis auf eine gute Nummer ist nichts mehr daraus geworden und Christine traf ich dann ein paar Jahre später nochmals zu einer letzten Matratzenschlacht.

Wer nun denkt, dass diese Tour aufregend genug war, der wird nicht glauben können, dass da noch eins drauf gesetzt werden konnte.

Davon dann im nächsten Artikel in dem es wieder nach „bella“ Italien geht.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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One Reply to “Italien mit Hindernissen.”

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