Hurra es geht nach Spanien

Und das ganz alleine.

osborneflagge
Die wirkliche Nationalflagge Spaniens 🙂

Hallo aus Uruguay,

endlich wurde es soweit, ich bekam einen LKW für den ich ganz alleine verantwortlich war.

Offensichtlich war man zufrieden mit mir. Die letzte Fahrt nach Italien brachte meinem Chef wohl die Gewissheit, dass er mir einen LKW anvertrauen konnte.

Ok es war nicht das was ich mir wünschte. Aber als Anfänger gibt man sich mit dem zufrieden was man bekommt.

Es war eine Deutsche Folterkammer von Cermedes. Hatte also so nen Stern vorne drauf. Motorisiert war die Kiste mit einer 320 PS Maschine welche damals fast überall üblich war. Allerdings hatte dieser LKW eine kleine Besonderheit. Es war das Getriebe, dies war ein so genanntes Wandlergetriebe. Also so eine Art Automatik. Eigentlich eine schöne Sache, aber man musste nur aufpassen, dass die Automatik nicht heiß wird, was am Berg und im Stau schnell mal passieren konnte.

Ja ich durfte alleine fahren.

Ziel war Barcelona. Die Strecke kannte ich schon mal, na ja und so ganz alleine war ich auch nicht, denn andere Kollegen waren auch dahin unterwegs.

Zur Krönung des Ganzen habe ich dann meine Christine mitgenommen, welche mich dann während der Fahrt mit allem Möglichen und Unmöglichen versorgte. Dieses Mal wurde sie mir nicht geklaut.

Der Carajillo zum wach werden.

Die Fahrt verlief recht ruhig, am Zoll gab es nichts Nennenswertes. Beim überfahren der gestrichelten Linie über die Autobahn in La Junquera fing ich an ein lautes Viva España zu rufen und auf der ersten Raststätte hinter der Grenze gab es erst einmal einen Carajillo, das ist ein Espresso mit einem Veterano Cognac von Osborn verlängert.
Also ein so genannter Wachmacher.

Diese zwei Dinge wurden für mich zu einem Ritual.

In Barcelona ging es direkt in die Zona Franca zum verzollen. Dort im Hafen hatten wir einen längeren Aufenthalt. Die Nacht war zum schlafen da und da ich Christine dabei hatte fing die Kabine auch noch heftigst an zu schaukeln. Davon habe ich nichts bemerkt, aber die Kollegen haben es mir am nächsten Tag lächelnd aufs Brot geschmiert.

Na ja irgendwie haben wir abgeladen und auch wieder geladen und dann die Rückreise angetreten. In Lyon gabs dann vorm Tunnel mal wieder einen Stau der uns einiges an Zeit kostete. Dieser Tunnel war berühmt und berüchtigt dafür. Heute ist er entschärft, denn es wurde ein weitgehende Umleitung gebaut über die der Fernverkehr geleitet wird, wie ich bei meiner letzten Fahrt mit einem PKW 2007 nach Barcelona freudig feststellen konnte.

Die Einfahrt zum Tunnel in Lyon.

Alles in Allem war es eine herrliche Fahrt, herrlich schon alleine deswegen weil Christine mit dabei war. So etwas vergisst man nicht.

Das Knochenende war dann wieder Pause angesagt und in der nächsten Tour ging es dann wieder nach Italien.

Diese Fahrt fing schon mal mit einer Enttäuschung an, machte Probleme und lief alles andere als glücklich und gut.

Doch davon dann im nächsten Artikel.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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One Reply to “Hurra es geht nach Spanien”

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